Ostepressur
Osteopressur ist eine Therapie nach Liebscher & Bracht, die durch gezielten Druck auf bestimmte Punkte an der Knochenhaut („Osteo“) die überhöhten Spannungen von Muskeln und Faszien senkt, um Schmerzen zu lindern, indem sie das Gehirn „umprogrammiert“ und dadurch muskuläre Fehlhaltungen korrigiert. Sie beeinflusst Alarmschmerz-Rezeptoren an 72 definierten Knochenpunkten, was oft schon nach der ersten Anwendung zu einer deutlichen Schmerzreduktion führt. Diese Technik zielt auf die Ursache der Schmerzen ab, indem sie das Spannungsmanagement im Gehirn neu einstellt, und wird oft mit speziellen Drücker-Sets zur Selbstbehandlung ergänzt.
Wie funktioniert Osteopressur?
- Druck auf Knochenpunkte: gezielter intensiver, aber erträglicher Druck auf spezielle Punkte an der Knochenhaut.
- Rezeptor-Beeinflussung: Diese Punkte stimulieren Rezeptoren, die dem Gehirn über muskuläre Überspannungen informieren.
- Gehirn-Reset: Durch diesen Reiz wird ein „Reset“ der Schmerzprogramme in den Basalganglien des Gehirns ausgelöst.
- Spannungsreduktion: Die Muskeln und Faszien können ihre Spannung reduzieren, wodurch Nerven und Gefäße entlastet werden.
- Ergebnis: Die Schmerzwahrnehmung lässt nach, da die zugrunde liegende muskuläre „Blockade“ gelöst wird.
Unterschiede zu anderen Techniken
- Nicht am Muskel: Im Gegensatz zur Triggerpunkt-Therapie setzt Osteopressur nicht direkt am verspannten Muskel an, sondern an den Knochenpunkten.
- Gezielte Punkte: Es gibt 72 exakt definierte Punkte, die gezielt angesteuert werden.
Selbsthilfe mit dem Drücker-Set
- Leichte Osteopressur (Light-Osteopressur): Mittels des Liebscher & Bracht Drücker-Sets können Patienten die Punkte selbst behandeln.
- Anwendung: Das Set besteht aus einem Griff und verschiedenen Aufsätzen, um die Knochenpunkte effektiv zu stimulieren.
- Ziel: Schmerzlinderung bei Rückenschmerzen, Nackenverspannungen und anderen Beschwerden durch regelmäßiges Drücken der definierten Punkte.